100’000 Franken an geplante Multmedia-Show im Kloster Bethanien

Das Kloster Bethanien in St. Niklausen plant, eine dauerhafte Multimedia-Show zu den Lebensgeschichten von Bruder Klaus und seiner Frau Dorothee einzurichten. Die Regierung unterstützt das Projekt mit einem Beitrag von 100’000 Franken aus dem Swisslos-Fonds.

Wenn es nach den Plänen des Vereins Bethanien geht, verfügt Obwalden in zwei bis drei Jahren über eine neue kulturtouristische Attraktion: Im stillgelegten Hallenbad des Klosters Bethanien oberhalb von Flüeli-Ranft sollen 32 Hochleistungsbeamer, acht Farbstrahler und sieben Audioboxen installiert werden. Sie dienen dazu, den Besucherinnen und Besuchern stündlich die effektvolle, eigens für den Ort entwickelte Multimedia-Show „Niklaus und Dorthee Alive“ vorzuführen. Initiant, Projektleiter und Drehbuchautor dieses Vorhabens ist der elsässische Filmemacher Silvère Lang. Seine Dokumentarfilme sind unter anderem auch im französischen Staatsfernsehen gezeigt worden. Als Mitglied der internationalen Gemeinschaft „Chemin Neuf“ lebt er seit fünf Jahren in St. Niklausen.

Thematisch ist die Präsentation der Lebensgeschichten des Ehepaars Niklaus von Flüe (1417 – 1487) und Dorothee Wyss (ca. 1430 – ca. 1495) gewidmet. Formal lehnt sie sich an sogenannte «Alive Scenes» an, die seit rund zehn Jahren vor allem für grössere städtische Eventhallen produziert werden, in jüngerer Zeit aber vermehrt auch in kleinere Ausstellungen integriert werden. Die ebenso bekannte wie erfolgreiche Show «Van Gogh Alive», die zurzeit im Kongresszentrum Beaulieu in Lausanne zu sehen ist, dient bei der Umsetzung als Vorlage. Für die visuelle Gestaltung von „Niklaus und Dorothee Alive“ werden der französische Maler Olivier Desvaux, die polnisch-schweizerische Grafikerin Izabela Bartosik-Burkhardt sowie der Walliser Digitalkünstler Nicolas Imhof zuständig sein.

Das Budget für die Produktion und Installation der Multimedia-Show beträgt rund 1,4 Millionen Franken. Unter der Bedingung, dass das Projekt realisiert werden kann, steuert der Regierungsrat 100’000 Franken aus dem Swisslos-Fonds an die Kosten bei. Die weiteren Mittel sollen insbesondere aus Beiträgen von Stiftungen und Privaten sowie aus Eigenleistungen der Trägerschaft zusammengebracht werden. Ausserdem sind Investitionen des Klosters in die Infrastruktur – Behebung von Betonschäden im Hallenbad, Verbreiterung der Zufahrt für den Carverkehr – vorgesehen.

Bildungs- und Kulturdirektor Christian Schäli sieht im Projekt eine gute Ergänzung des bestehenden wallfahrtstouristischen Angebots: „Die Realisierung der Multimedia-Show bereichert den Ranft und seine Umgebung, um eine zeitgemässe Attraktion, die das Potenzial hat, überregional auszustrahlen. Sie erweitert und vertieft die mit dem Gedenkjahr ‚600 Jahre Niklaus von Flüe‘ gesetzten Impulse“.