Bahnausbau: ZKöV fordert rasche Realisierung des Zimmerberg-Basistunnels II und Aufnahme des Durchgangsbahnhofs Luzern in die Botschaft 2026

In ihrer Stellungnahme zum Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur und zur Perspektive BAHN 2050 begrüsst die Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs (ZKöV) die Zielsetzungen der Perspektive BAHN 2050. Im Hinblick auf die Botschaft 2026 fordert die ZKöV die Aufnahme der Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern.

Die Bahninfrastruktur ist für die Abwicklung der Mobilitätsbedürfnisse in der ganzen Zentralschweiz essentiell. Deshalb äussert sich die ZKöV für die gemeinsamen Anliegen der Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Für eine zukunftsgerichtete Mobilität in der Zentralschweiz braucht es die beiden Schlüsselinfrastrukturen Zimmerberg-Basistunnel II (ZBT II) und Durchgangsbahnhof Luzern (DBL). Erst diese beiden Grossprojekte ermöglichen zusammen mit ergänzenden Massnahmen stimmige Angebotskonzepte für die Zentralschweiz und sind damit Voraussetzung für eine klimaneutralere Mobilität in der Zentralschweiz.

Für die ZKöV ist es von zentraler Bedeutung, dass beim ZBT II keine weiteren Vorzögerungen eintreten und die Projektierung rasch vorangetrieben wird. Die ZKöV begrüsst daher die vom Bundesrat vorgeschlagene Erhöhung des Verpflichtungskredites für den Ausbauschritt 2035 um total 980 Millionen Franken, davon 300 Millionen für den ZBT II. «Für die Zentralschweiz sind die unverzügliche Realisierung des ZimmerbargBasistunnels II und anschliessend auch jene des Durchgangsbahnhofs Luzern zwingend nötig. Es sind wichtige Bausteine für die Erreichbarkeit unserer Region, ohne sie werden wir abgehängt», bekräftigt Regierungsrat Fabian Peter, Vorsitzender der ZKöV.

Perspektive Bahn 2050
Die ZKöV begrüsst, dass der Klimastrategie 2050 hohe Bedeutung zugemessen wird, und die Chancen der Bahn diesbezüglich genutzt werden sollen. Die Verkehrsverlagerung zugunsten der Bahn soll eine zentrale Rolle spielen und dies kann vor allem dort gelingen, wo sich die spezifischen Stärken der Bahn, nämlich die grosse Beförderungskapazität auf kleiner Fläche und der vergleichsweise geringere Energieverbrauch, nutzen lassen. Gleichzeitig regt die ZKöV an, nicht nur die Verlagerungswirkung zur Bahn alleine, sondern zum gesamten flächen- und energieeffizienten öV als Zielgrösse zu berücksichtigen. Im Weiteren ist darauf zu achten, dass auch im ländlichen Raum ein möglichst früher Umstieg auf die Bahn sichergestellt ist. Dafür benötigt es im ländlichen Raum ebenfalls ein qualitativ gutes Bahnangebot.
Mit der vom Bundesrat vorgeschlagenen Vision und den Zielsetzungen der Perspektive BAHN 2050 ist die ZKöV einverstanden. Die ZKöV unterstützt auch die Stossrichtung «Weiterentwicklung der Bahn auf kurzen und mittleren Distanzen», da in und zwischen den Agglomerationsräumen das grösste Verlagerungspotential besteht.

Aufnahme des Durchgangsbahnhofs Luzern in die Botschaft 2026
Der Bahnknoten Luzern inklusive seiner Zufahrten hat in den letzten Jahren seine Kapazitätsgrenze erreicht. Diese Situation lässt keine Weiterentwicklung des Angebots zu, obwohl die Nachfrage und das Verlagerungspotenzial dies erfordern würden. Der DBL ermöglicht einen Ausbau und die notwendige Kapazitätserweiterung des Regionalverkehrs und erfüllt somit die Zielsetzungen der Perspektive BAHN 2050, welche die Verkehrsverlagerung auf die Bahn insbesondere in der Agglomeration fordert. Der DBL hat sich nach eingehenden Untersuchungen als die beste Lösung für den Bahnknoten Luzern erwiesen.

Die ZKöV begrüsst den Vorschlag des Bundesrates, dass für die Botschaft 2026 erste Etappen von einzelnen Massnahmen gemäss Bundesbeschluss zum Ausbauschritt 2035 Art. 1 Abs. 3 geprüft werden. Eine dieser Massnahmen ist der DBL. Für eine direkte Überführung aus der Planung in die Realisierung beantragt die ZKöV, dass die Realisierung und Finanzierung des Durchgangsbahnhofs Luzern in die Botschaft 2026 aufgenommen wird.

Zur ZKöV:
Die Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs (ZKöV) ist eine Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der für den öffentlichen Verkehr zuständigen Regierungsrätinnen und Regierungsräte der Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Im schweizerischen Kontext nimmt die ZKöV gemäss Eisenbahngesetz Art. 48d die Funktion einer Planungsregion wahr, und arbeitet aktiv an der Entwicklung der Ausbauschritte der Bahninfrastruktur mit. Vorsitzender der ZKöV ist der Luzerner Regierungsrat Fabian Peter.

Kontakt
Regierungsrat Fabian Peter (LU), Vorsitzender ZKöV, Telefon 041 228 53 27, Mail medien.buwd@lu.ch (erreichbar am 14. Oktober, von 11 bis 11.30 Uhr)