Die Festung Fürigen empfängt wieder Besucher

Am Samstag, 19. September 2020, öffnet die Festung Fürigen wieder ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Festung seit dem Lockdown Mitte März geschlossen. Die weiteren Häuser des Nidwaldner Museums – Winkelriedhaus und Salzmagazin – sind seit Mai wieder offen.

Das Nidwaldner Museum hat für seine drei Häuser massgeschneiderte Schutzpläne erarbeitet, die es den Besucherinnen und Besuchern erlauben, die Ausstellungen trotz der anhaltenden Corona-Situation und den geltenden Abstandsregeln ohne Risiko zu besuchen. Das Winkelriedhaus und das Salzmagazin können seit Mai wieder besucht werden. Eine besondere Herausforderung bedeutete die Umsetzung eines Schutzkonzeptes in der Festung Fürigen, vor allem aufgrund der alten Lüftungsanlage. Zudem bieten die Gänge an einigen Stellen nicht viel Platz zum Ausweichen.

Mit der Unterstützung von Experten der Hochschule Luzern – Technik und Architektur konnte inzwischen aber eine Lösung gefunden werden, die einen sicheren Besuch der Festung Fürigen gewährleistet. Ab Samstag, 19. September 2020, ist das Festungsmuseum am Wochenende wieder regulär geöffnet. Für Besucherinnen und Besucher ab 12 Jahren besteht eine Maskenpflicht. Auch Führungen auf Anfrage sind wieder möglich. Einzig auf die öffentlichen Führungen jeweils am ersten Sonntag des Monats wird vorerst verzichtet, da die Besucherzahlen schlecht vorausgeplant werden können.

Festung war Teil des Reduits

Die Festung Fürigen hinter der Felswand am Bürgenberg in Stansstad kann seit 1991 als Museum erkundet werden. Gebaut während des Zweiten Weltkriegs, war sie Teil des Reduits, der damaligen Verteidigungsstrategie. Im Falle eines Angriffs hätte das Artilleriewerk mit seinen zwei Kanonen dazu beitragen sollen, einen Vormarsch des Feindes in die Alpenregion abzuwehren. Auch im Kalten Krieg blieb die Festung in Betrieb, ausgerichtet auf neue Bedrohungsszenarien. Die aktuelle Ausstellung richtet den Blick auf die Festung und ihr Abwehrkonzept. Sie thematisiert die gesellschaftlichen Entwicklungen der Region und zeigt das Leben und den Alltag der Männer, die in Fürigen bis in die Achtzigerjahre ihren Dienst leisteten. Ein audiovisueller Rundgang führt durch den äusseren Stollen, zu den Geschützständen und in den Unterkunftsbereich.

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