Die Zentralschweiz ist auf Energieengpässe im nächsten Winter vorbereitet

 Die Zentralschweizer Regierungskonferenz hat an ihrer 111. Plenarversammlung vom 3. November 2022 in Stansstad festgestellt, dass die Zentralschweizer Kantone gut auf eine allfällige Energiemangellage im kommenden Winter vorbereitet sind. Zudem liess sich die Konferenz von einer hochrangigen Delegation des Europa Forums bezüglich geregelte Beziehungen Schweiz – EU orientieren. Schliesslich hat die Konferenz eine Auslegeordnung für eine mögliche Durchführung der Winteruniversiade im Jahr 2027 vorgenommen. 

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz führte am 3. November 2022 ihre 111. Plenarversammlung durch. Sie tagte unter dem Präsidium von Regierungsrat Othmar Filliger, Volkswirtschaftsdirektor Nidwalden, in Stansstad. Über 40 Regierungsmitglieder, Staats- und Landschreiber sowie Gäste nahmen an der Versammlung teil. 

Energiemangellage
Die drohende Energiemangellage beschäftigt als aktuelles und wichtiges Thema auch die Zentralschweizer Regierungen. Innerhalb der ZRK ist dafür die Zentralschweizer Bau-, Planungs- und Umweltdirektorinnen- und -direktorenkonferenz (ZBPUK) zuständig. Gestützt auf deren Berichterstattung hat die ZRK beruhigt festgestellt, dass die Zentralschweizer Kantone gut auf einen durchaus möglichen Energieengpass vorbereitet sind, die notwendigen Massnahmen ergriffen sowie weitere geplant und deren Umsetzung vorbereitet haben. Im Sinne der guten interkantonalen Zusammenarbeit sind sowohl die zuständigen Regierungsmitglieder als auch die operativen Fachleute im regelmässigen Austausch. 

Orientierung des Europa Forums
Aus aktuellem Anlass liess sich die Zentralschweizer Regierungskonferenz vom Europa Forum (EF) bezüglich geregelter Beziehungen Schweiz – EU informieren. Die Schweiz liegt geografisch in der Mitte des europäischen Kontinents und ist fast ausschliesslich von Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) umgeben. Aufgrund dieser geografischen und kulturellen Nähe, insbesondere aber wegen ihres politischen und wirtschaftlichen Gewichts, sind die EU und ihre 27 Mitgliedstaaten die mit Abstand wichtigsten Partner der Schweiz. Die EU ist aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage stark gefordert. Eine hochkarätige Delegation des Europa Forums informierte aus diesem aktuellen Anlass die ZRK als wichtiges politisches Gremium an deren Plenarversammlung über die neusten Entwicklungen. 

Winteruniversiade doch noch durchführen?
Vor einem Jahr musste die Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021 nur 10 Tage vor der Eröffnungsfeier wegen der Covid-19-Pademie abgesagt werden. Mittlerweile ist dieser – nicht durchgeführte – Anlass abgeschlossen und abgerechnet. Sowohl der Weltverband (Fédération Internationale du Sport Universitaire, FISU) als auch der Schweizer Hochschulsportverband (Swiss University Sports) haben ein grosses Interesse, dass der bereits fertig geplante Anlass im Jahr 2027 doch noch durchgeführt werden kann. Swiss University Sports hat deshalb die Zentralschweizer Regierungen gebeten, die Durchführung 2027 zu prüfen. Die Plenarversammlung der ZRK hat an Ihrer Versammlung vom 3. November 2022 eine Auslegeordnung gemacht. Sie steht dem Anliegen eher kritisch gegenüber, will dieses aber in den nächsten Wochen vertieft prüfen und erst im nächsten Frühling definitiv entscheiden. 

Unterlagen zur 111. Plenarversammlung der ZRK finden Sie auf: www.zrk.ch/plenarversammlung. 

Weitere Auskünfte:
Regierungsrat Dr. Othmar Filliger, ZRK-Präsident; erreichbar am 3. November 2022 zwischen 14.30 und 15.30 Uhr, Tf 041 618 76 50

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz ist ein 1966 gegründeter Zusammenschluss der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Die Kantone Zürich, Aargau und Tessin sind assoziierte Mitglieder der Konferenz. Die als Plattform für die interkantonale Zusammenarbeit gegründete Konferenz trifft sich jährlich zu zwei Plenarversammlungen. Im ZRK-Ausschuss, in den sieben Zentralschweizer Direktorenkonferenzen und in der Staatsschreiberkonferenz werden aktuelle Geschäfte beraten und Zusammenarbeitsprojekte lanciert. In Fachkonferenzen auf Verwaltungsebene werden die einzelnen Geschäfte operativ vorbereitet und umgesetzt. Die interkantonale Kooperation in der Zentralschweiz soll jene Bereiche, die für die Attraktivität der Zentralschweiz als Lebens- und Wirtschafsraum wichtig sind, stärken und die Interessen der Zentralschweizer Kantone in der Bundespolitik und im Metropolitanraum Zürich stark und nachhaltig vertreten. Weitere Informationen siehe Zentralschweizer Regierungskonferenz: Startseite (zrk.ch).