Jugendliche erhalten wertvolle Impulse für ihre Berufswahl

Die Berufsinformationstage während den Herbstferien sind von Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse rege genutzt worden. In beiden Kantonen wurden gegen 60 Lehrberufe vorgestellt. Berufseinblicke bilden ein wichtiges Element im Berufswahlprozess der Jugendlichen.

Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe können für ihre Erstausbildung aus einer Vielzahl an Berufen wählen. Doch den passenden Beruf zu finden, kann eine Herausforderung sein. Die Jugendlichen können sich zwar über Webseiten und Broschüren informieren. Entscheidend ist aus Sicht der Fachleute jedoch das eigenständige Wahrnehmen der Berufe. Erste Berufseinblicke ermöglichen die Berufsinformationstage (BIT), die von der Berufs- und Studienberatung Nidwalden und der Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden seit über 25 Jahren organisiert werden. Die Jugendlichen und ihre Eltern erhalten so Gelegenheit, verschiedene Berufe direkt in Lehrbetrieben kennenzulernen und mit Berufsleuten und Lernenden ins Gespräch zu kommen. Der Hauptfokus liegt dabei auf den wichtigsten Tätigkeiten und Anforderungen für den Beruf. Dabei schätzen die Jugendlichen vor allem, dass sie Arbeiten selbst ausprobieren können.

Über 50 Lehrbetriebe gewähren einen Einblick
In der zweiten Herbstferien-Woche haben sich 53 Lehrbetriebe aus Obwalden und Nidwalden engagiert. Sie stellten gesamthaft 59 Lehrberufe vor. Über 40% aller Jugendlichen der 8. Klasse meldeten sich für Veranstaltungen an. Einige haben sich für einen bestimmten Beruf interessiert und wählten dieses Angebot aus, andere entschieden sich für ein breiteres Spektrum und besuchten bis zu vier Veranstaltungen. Ein Schüler berichtete, dass er den gewählten Beruf noch wenig kennen würde und nun in kurzer Zeit wertvolle Eindrücke erhalten habe. Ein Vater erwähnte: «Ich finde die Berufsinformationstage ein tolles Angebot. Es ist wichtig, dass ich meine Tochter begleiten kann. Wir können anschliessend die Erfahrungen gemeinsam besprechen und nächste Schritte planen.» Eine andere Schülerin realisierte bei einer Veranstaltung, dass diese Arbeit «voll zu ihr passt!», während ein Jugendlicher merkte, dass er von einem Beruf ganz andere Vorstellungen hatte.

Das Angebot kommt nicht nur bei den Jugendlichen und Eltern gut an, sondern auch bei den Berufsbildnerinnen und -bildnern. «Die gute Zusammenarbeit mit den Lehrbetrieben können wir nur bestätigen», sagt Sandra Portmann, Leiterin Berufs- und Studienberatung, stellvertretend für beide Kantone.

Berufseinblicke, wie sie in der laufenden Woche möglich gewesen sind, bilden ein wichtiges Glied in der Kette des Berufswahlprozesses, selbst wenn es noch fast zwei Jahre bis zum Austritt aus der obligatorischen Schule dauert. Nachdem im Unterricht die persönlichen Interessen und Stärken eruiert worden sind, geht es bei den BIT darum, niederschwellig in Berufe reinzuschauen, Vergleiche vorzunehmen und abzuschätzen, ob man auf dem richtigen Weg ist. In einem nächsten Schritt werden die Berufe in Form einer Schnupperlehre über einen längeren Zeitraum näher kennengelernt.

RÜCKFRAGEN

Sandra Portmann, Leiterin Berufs- und Studienberatung Nidwalden, Telefon +41 41 618 74 38, erreichbar am Freitag, 14. Oktober, von 11.00 bis 12.00 Uhr.