Kantonale Nachhaltigkeitsfachstellen gründen gemeinsamen Verein

Die Kantone spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz. Um die interkantonale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken und den Austausch zu fördern, ist der Verein «Netzwerk der kantonalen Nachhaltigkeitsfachstellen» installiert worden.  Zu den 21 Gründerkantonen gehört auch Nidwalden.

Die Institutionalisierung des Netzwerkes der kantonalen Nachhaltigkeitsfachstellen (NKNF) stärkt die Entwicklung auf kantonaler Ebene: Der interkantonale Erfahrungsaustausch wird intensiviert und die Lancierung gemeinsamer Projekte und kantonsübergreifender Aktivitäten vereinfacht.
So soll künftig beispielsweise die vom NKNF gemeinsam mit dem Bundesamt für Raumentwicklung ins Leben gerufene Nachhaltigkeitsbeurteilungs-Plattform ausgebaut werden. Dies mit dem Ziel, das Instrument der Nachhaltigkeitsbeurteilung weiterzuentwickeln und den Austausch unter den Anwenderinnen und Anwendern zu fördern. Der Verein versteht sich als Fachorganisation, die unterschiedliche Ansätze, Modelle und Erfahrungen in den Kantonen miteinander verknüpft und Synergien nutzt. Dadurch kann ein koordiniertes Vorgehen in diesem zunehmend an Bedeutung gewinnenden Bereich gewährleistet werden. «Es ist richtig und wichtig, dass der Kanton Nidwalden dem Verein beigetreten ist. Für uns ergibt ein Beitritt auch deshalb Sinn, weil wir als kleiner Kanton mit begrenzten personellen Ressourcen von solchen Zusammenarbeiten sehr oft profitieren können», hält Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen fest. Vertreten wird Nidwalden durch das Direktionssekretariat der Landwirtschafts- und Umweltdirektion. Dem Verein gehören 20 weitere Kantone an, darunter alle restlichen
Zentralschweizer Kantone.

Während der Pilotphase von 2018 bis 2022 hat das lose Netzwerk NKNF in Absprache mit der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) bereits Stellung genommen zu wichtigen Geschäften des Bundes, die einen thematischen Bezug auf Kantonsebene aufweisen, beispielsweise zur Strategie
«Nachhaltige Entwicklung 2030» des Bundesrates oder zum Länderbericht der Schweiz zuhanden der UNO. Dank der Vereinsgründung wird die kantonale Sichtweise bei künftigen Geschäften gebündelt und damit noch
effektiver eingebracht.

Auch steht das Netzwerk der kantonalen Nachhaltigkeitsfachstellen den interkantonalen Direktorenkonferenzen wie zum Beispiel der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) sowie der KdK für fachliche Unterstützung zur Verfügung.

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