Nachfolge für Präsidium der Schlichtungsbehörde gewählt

Der Präsident der Schlichtungsbehörde wird im Frühjahr 2023 altersbedingt zurücktreten. Der Regierungsrat hat Myrjana Niedrist zur Nachfolgerin ernannt. Sie wird ihr Amt voraussichtlich am 1. Februar 2023 antreten.

Der Regierungsrat hat im Bewerbungsverfahren Myrjana Niedrist zur neuen Präsidentin der kantonalen Schlichtungsbehörde in Zivilsachen ernannt. Sie verfügt über einen Master of Law und das Anwaltspatent des Kantons Nidwalden. 2016 hat sie eine Zusatzausbildung in Mediation und Konfliktlösungskompetenz abgeschlossen. Zurzeit arbeitet sie in einer Anwaltskanzlei. Dabei ist sie mit der Prozessführung, aber auch Mediationen in diversen Rechtsgebieten betraut. Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi sagt zur Wahl: «Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit als Juristin und Anwältin mit einer Weiterbildung im Bereich Mediation verfügt Myrjana Niedrist über das nötige Rüstzeug, um diese Funktion erfolgreich ausüben zu können.» Die 41-Jährige ist in Nidwalden aufgewachsen und verankert, wodurch die nötige Verbundenheit mit der Region gegeben ist.

Der langjährige Präsident der Schlichtungsbehörde, Stephan Amadeus Dinner, hat sich entschieden, im Frühjahr 2023 altershalber von seinem Amt zurückzutreten. Er hat die Behörde seit deren Gründung präsidiert und dadurch massgeblich mitgeprägt. «Stephan Amadeus Dinner gehört ein grosser Dank für seine geleistete Aufbauarbeit und die Kontinuität innerhalb der Behörde», so Karin Kayser-Frutschi.

Mit der Justizreform per 1. Januar 2011 ist die Gerichtsorganisation in Nidwalden neu gestaltet worden. Dabei übernahm die Schlichtungsbehörde die Aufgaben der früheren Friedensrichter und Mieterschlichtungsbehörde. Die Schlichtungsbehörde besteht heute aus einem Präsidium, zwei Vizepräsidien und je zwei Vertretenden von Seiten Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Vermieter und Mieter. Zudem werden administrative Belange durch ein eigenes Sekretariat erledigt.