Positives Jahresergebnis 2021 trotz hoher Schadenlast – das sehr gute Anlageergebnis machte es möglich

2021 war für die Nidwaldner Sachversicherung ein Jahr mit positiven und negativen Aspekten. Während die Feuerschäden unter dem langjährigen Durchschnitt lagen, haben vor allem die Wetterkapriolen im Sommer 2021 zu einer deutlich höheren Schadensumme aus Elementarschäden geführt.
Dank des sehr guten Ergebnisses aus den Kapitalanlagen konnte die NSV trotz der hohen Schadenlast ein positives Jahresergebnis ausweisen.

Mit über 1’200 Schadenfällen wurden der NSV im Geschäftsjahr 2021 etwas weniger Schäden angemeldet als noch im Vorjahr. Insbesondere die Schäden angemeldet als noch im Vorjahr. Insbesondere die Schäden aus dem Seehochwasser im Juli 2021 führten jedoch zu einer erhöhten durchschnittlichen Schadensumme pro Meldung. Neben dem Seehochwasser verzeichnete die NSV auch überdurchschnittlich viele Hagel- und Blitzschäden.

Insgesamt lag der Schaden- und Leistungsaufwand auf eigene Rechnung bei rund 5,3 Millionen Franken und damit rund 1,8 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Zusätzlich zu den eigenen Schäden zahlte die NSV einen Betrag von 1,65 Millionen Franken an den Solidaritätsfonds IRG der Kantonalen Gebäudeversicherungen. Der Solidaritätsfonds unterstützt diejenigen Kantonalen Gebäudeversicherungen, die während des Jahres eine ausserordentlich hohe Schadenlast zu tragen hatten. Im Geschäftsjahr 2021 war dies in den Kantonen Luzern, Zug und Neuenburg der Fall.

Dank einer sehr guten Anlagerendite konnte die hohe Schadenlast kompensiert und ein Jahresergebnis von 2,16 Millionen Franken erwirtschaftet werden.
Mit dem erwirtschafteten Gewinn und den ausreichend bestückten versicherungstechnischen Rückstellungen kann die NSV auch für das Geschäftsjahr 2021 eine Überschussbeteiligung von voraussichtlich rund
2,5 Millionen Franken an die Versicherten ausrichten. Diese wird auf der nächsten Jahresprämienrechnung berücksichtigt.

Mit dem Seehochwasser im Juli 2021 konnte erstmals grossflächig analysiert werden, wie sich die im Nachgang zu den Unwettern 2005 vorgeschriebenen Präventionsmassnahmen in der Praxis bewährten. Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass bei einer vollständigen und sorgfältigen Umsetzung der Schutzmassnahmen die Schutzziele erreicht und Schäden verhindert oder zumindest stark verhindert oder zumindest stark verringert werden konnten. Die Massnahmen haben sich bewährt. Es hat sich aber auch gezeigt,
dass Gebäude (Neu- und Umbauten) trotz vorliegendem Nachweis Naturgefahren von Schäden betroffen waren. Der effektive Konstruktionsaufbau entsprach in diesen Fällen oft nicht den Vorgaben und den Plänen.

Ein intensives Jahr haben auch die Feuerwehren im Kanton Nidwalden hinter sich. Die Feuerwehren wurden 469-mal ernstfallmässig alarmiert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies eine Steigerung von 75 Prozent. Dabei leisteten sie rund 12’450 Einsatzstunden (2020: 7’300 Stunden). Die Zunahme der Alarmierungen und Einsatzstunden sind im Wesentlichen auf die Unwetter
im Juni und Juli zurückzuführen.

Bild: Stefan Bosshard, Geschäftsführer der Nidwaldner Sachversicherung