Regierungsrat legt das Gesamtverkehrskonzept fest

Mit dem Gesamtverkehrskonzept verfolgt der Regierungsrat das Ziel, die Mobilität im Kanton koordiniert, sicher und ressourcenschonend weiterzuentwickeln. Es dient der Setzung von Prioritäten und der und der Klärung der Zuständigkeiten und stellt damit ein wichtiges Führungs- und Koordinationsinstrument im Verkehrsbereich dar. Mit der Festlegung eines Gesamtverkehrskonzepts erfüllt der Regierungsrat einen wichtigen Auftrag aus dem kantonalen Richtplan 2019.

Wachsende Mobilitätsnachfrage erfordert Lösungen

Die Bevölkerung und die Beschäftigten in Obwalden werden gemäss kantonalem Richtplan 2019 in den nächsten 20 Jahren um je zehn Prozent wachsen. Auch das Tourismusangebot im Kanton wird sich weiterentwickeln, in Engelberg beispielsweise wird die Mobilitätsnachfrage weiter zunehmen, und damit verbunden auch das Verkehrsaufkommen auf Strasse und Schiene.

„Mit dem Gesamtverkehrskonzept nimmt sich die Regierung dieser Herausforderung an“, erklärt Baudirektor Josef Hess. „Der Regierungsrat will die Mobilität im Kanton koordiniert, sicher und ressourcenschoned weiterentwickeln.“, so Josef Hess weiter. Das Gesamtverkehrskonzept stellt ein umfassendes Planungs- und Koordinationsinstrument innerhalb der kantonalen Stellen, mit den Gemeinden, den Nachbarkantonen, dem Bund und weiteren Organisationen dar. Dazu werden die Ziele, Strategien sowie über 100 Massnahmen mit Prioritäten und Zuständigkeiten festgelegt. Als Planungshorizont wurde in Abstimmung mit dem kantonalen Richtplan 2019 das Jahrs 2040 gewählt. „Hierzu ist die Erarbeitung einer eigenständigen Mountainbike-Strategie vorgesehen „, erklärt Josef Hess. Nicht Gegenstand des Gesamtverkehrskonzepts sind zudem die Schifffahrt und der Luftverkehr.

Umfassende Massnahmen zur Entwicklung des Verkehrs

Wichtige Massnahmen im Gesamtverkehrskonzept umfassen die siedlungsverträgliche Neugestaltung der Ortsdurchfahrten, den gezielten Ausbau der Veloinfrastruktur, die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs inklusive eines behindertengerechten Ausbaus der Bushaltestellen und ein Mobilitätsmanagement in grösseren Unternehmen. Neben dem Alltagsverkehr spielt der. Tourismus- und Freizeitverkehr eine wichtige Rolle. Mit geeigneten Massnahmen sollen die Erreichbarkeit  der Tourismusgebiete gesichert und die damit zusammenhängenden Verkehrs Probleme angegangen.

Gemeinsam erarbeitetes Grundverkehrskonzept

Das Gesamtverkehrskonzept entstand unter breiter Mitwirkung durch die Gemeinden, den Kanton Nidwalden, von Fachverbänden (VCS, Pro Velo etc.), der Tourismusorganisationen, der Bergbahnen und der öffentlichen Verkehrsbetriebe. In gemeinsamen Workshops wurde ein Konzeptentwurf erarbeitet und anschliessend der Beteiligten sowie den zuständigen Bundesämtern und den politischen Parteien zur Vernehmlassung unterbreitet. Aufgrund der Rückmeldungen wurde das Konzept entsprechend bereinigt.

Grundlage für Obwaldner Gemeinden

Beim Gesamtverkehrskonzept handelt es sich um eine Grundlage für die Weiterentwicklung der kantonalen Richtplanung und für die Master- und Nutzplanungen der Gemeinden. Als Fachgrundlage ist es nicht direkt verbindlich für Behörden oder Private, bildet aber die Grundlage für eine koordinierte Projektierung und Realisierung von Verkehrsprojekten. Der Kantonsrat behandelt das Gesamtverkehrskonzept an seiner Sitzung vom 27. Januar 2022.

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