Schweizergarde lädt Nidwalden als Gastkanton für 2022 ein

Die Päpstliche Schweizergarde wählt seit 2008 jedes Jahr einen Gastkanton für die Vereidigungszeremonie der neuen Gardisten. Für 2022 fällt diese Ehre Nidwalden zu. Nachdem ein Konzept für den Besuch in der Vatikanstadt und Veranstaltungen in Nidwalden erarbeitet worden ist, hat der Regierungsrat einen Objektkredit zuhanden des Landrats verabschiedet.

Der Kanton Nidwalden hat von der Päpstlichen Schweizergarde eine Einladung erhalten, als Gastkanton an der traditionellen Vereidigungsfeier der neuen Gardisten vom 6. Mai 2022 teilzunehmen. «Die Anfrage ehrt uns sehr. Einerseits haben schon zahlreiche Nidwaldner als Gardisten dem Papst in Rom gedient, andererseits könnten wir als Gastkanton einen Teil der Vereidigung aktiv mitgestalten und so den Besuchern unseren Kanton ein Stück näherbringen», hält Regierungsrätin Karin Kayser fest. Unter der Federführung der Justiz- und Sicherheitsdirektion wurde ein Konzept für den Besuch als Gastkanton am sogenannten Sacco di Roma 2022 erarbeitet. Neben dem offiziellen Anlass in Rom, sollen bereits im Jahr vorher verschiedene Veranstaltungen zum Thema stattfinden. «Es ist uns ein Anliegen, auch möglichst vielen Nidwaldnerinnen und Nidwaldnern die Möglichkeit zu bieten, Teil dieses besonderen Anlasses zu sein», betont Karin Kayser. Damit das Projekt weiterverfolgt werden kann, bedarf es planerischer und organisatorischer Vorkehrungen. Für den Anlass beantragt der Regierungsrat dem Landrat einen Objektkredit in der Höhe von 150’000 Franken.

Seit 2008 wählt die Schweizergarde jedes Jahr einen Gastkanton für die Feierlichkeiten. Obwalden, Luzern, Zug und Schwyz waren bereits vertreten, Nidwalden bisher noch nie. Der 6. Mai ist als Sacco di Roma (Plünderung Roms) in die Geschichte eingegangen, weil 1527 eine Heerschar von Angreifern Rom und den Kirchenstaat angriffen. Rund 190 Gardisten verteidigten unter grossen Verlusten den damaligen Papst Clemens VII. und ermöglichten seine Flucht in die Engelsburg. Die Aufgabe der Schweizergarde besteht auch heute noch darin, den Papst zu beschützen. Dabei sichern sie den Apostolischen Palast und die Zugänge zur Vatikanstadt.