Spektakulärer Fund: Über 600 Jahre alte Glocke in Emmetten entdeckt

Die Kunsthistorikerin Elke Seibert Michel hat bei Ihren Recherchen für die Publikation «Die Kunstdenkmäler des Kantons Nidwalden» in der Emmetter Heiligkreuzkapelle eine alte Glocke entdeckt. Sie ist mindestens 600 Jahre alt, wie zwei Experten in Gutachten festhalten.
Ihrer Einschätzung nach wurde die Glocke zwischen 1250 und 1400 gegossen. Da-mit gehört sie zu den ganz wenigen mittelalterlichen Glocken der Zentralschweiz, die bis heute erhalten sind. Mittlerweile wurde die Glocke restauriert und wieder an ihren alten Platz – dem Türmchen der Heiligkreuzkapelle – aufgehängt.

Trotz ihres hohen Alters sei die Glocke «ausgesprochen sauber gegossen», heisst es im Bericht. Die Klangwirkung des Instruments sei «gelöst, kräftig und erstaunlich rein». Kein Wunder, dass die Emmetter den Klang ihrer Glocke so schätzen und sich für eine Restaurierung aussprachen, obwohl die Abnahme von Glocke und Joch nur über das Kapellendach möglich war. Kunsthistorikerin Elke Seibert Michel fand die Glocke im Rahmen ihrer Recherchen für das Buch «Die Kunstdenkmäler des Kantons Nidwalden». 2021 inventarisierte und besuchte sie historische Gebäude in der Gemeinde Emmetten. «Ich freue mich sehr über diesen kostbaren Fund. Zudem beeindruckt mich die Vielfalt der aufgedeckten historischen Objekte in Emmetten. Das verdanken wir den fundierten Recherchen», sagt Bildungsdirektor Res Schmid. Seibert ergänzt: «Es zeigt, dass es in den Nidwaldner Gemeinden noch so einige aussergewöhnliche Schätze zu entdecken gibt. Ich vermute, dass diese Glocke ursprünglich aus dem ersten gotischen Gotteshaus auf der Egg in Emmetten stammt und wiederverwendet wurde.»

Die Arbeiten am Kapitel Emmetten sind nun abgeschlossen und Elke Seibert hat sich bereits der Gemeinde Beckenried zugewendet.

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