Vorsicht falsche Polizisten!

Falsche Polizisten sind auch in Obwalden aktiv und leider auch erfolgreich. So hat eine Frau aus Obwalden mehrere tausend Franken für vermeintliche Polizisten zur Abholung deponiert. Die Täterschaft geht dabei sehr perfide und manipulativ vor.

Die Kantonspolizei Obwalden warnt aufgrund eines aktuellen Falls vor einer Täterschaft, welche sich telefonisch als Schweizer Polizisten ausgeben. Im konkreten Fall haben die Täter behauptet, sie seien von der Luzerner Polizei. Durch Vorspiegelung falscher Tatsachen und in professioneller sowie sehr manipulativer Art und Weise wurde das Opfer dazu gebracht, grössere Geldbeträge für die Täterschaft zu deponieren. Das Geld wurde anschliessend durch unbekannte Personen abgeholt. Die Täterschaft hat im vorliegenden Fall mit schweizerdeutschem Dialekt gesprochen und hat vorgegeben das Geld zur Spurensicherung zu benötigen. Es wurde zudem nicht einmalig ein sehr hoher Betrag gefordert, sondern mehrmals mittlere Beträge von einigen tausend Franken erbeten.

Merkmale des Betrugs

Das schweizweit bekannte Vorgehen bei dieser Betrugsmasche weisst folgende Eigenschaften auf:

  •  Die Anrufe gehen immer auf Festnetznummern ein.
  • Die angezeigten Telefonnummern sind gefälscht und können identisch mit einer bekannten Telefonnummer wie z.B. einer Polizeistelle sein („Spoofing“).
  • Es werden fast ausschliesslich Personen angerufen, welche über einen Eintrag im öffentlich zugänglichen Telefonbuch verfügen.
  • Die Täterschaft fokussiert sich zumeist auf ältere Menschen. Die Namen der potentiellen Opfer weisen auf eine ältere Person hin.
  • Es wird meistens ein Einbruch in der Nähe erwähnt oder von Einbrechern gesprochen, welche es auf die Häuser der Opfer abgesehen haben sollen.

Empfohlenes Verhalten

Um nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden, empfiehlt die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber telefonischen Anfragen! Die angezeigte Nummer kann manipuliert sein. Im Zweifel rufen Sie die Einsatzzentrale der jeweiligen Polizei zurück und fragen Sie nach.
  • Die Polizei wird Sie nie telefonisch auffordern, Bargeld oder Wertsachen zu übergeben oder zu deponieren.
  • Geben Sie keine vertraulichen Angaben preis und beenden Sie das Telefonat. Anschliessend melden Sie den Vorfall der Polizei.
  • Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld über dieses Vorgehen.

Falls Sie oder Angehörige von Ihnen trotzdem Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, melden Sie sich unverzüglich bei der Polizei.

Weitere Auskünfte:
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich während der Bürozeiten an die Medienstelle der Kantonspolizei Obwalden: Telefon 041 666 65 75; E-Mail medien.kapo@ow.ch.

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