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Die Unterwaldner Macherinnen und Macher: Menschen, die unsere Region bewegen

Die Unterwaldner Macherinnen und Macher: Menschen, die unsere Region bewegen. Es gibt Menschen, die stehen selten im Rampenlicht. Und doch würde ohne sie vieles nicht funktionieren. Sie kochen in Beizen, organisieren Vereinsanlässe, pflegen Brauchtum, halten Betriebe am Laufen, trainieren Kinder, reparieren, planen, helfen, musizieren, servieren, erzählen und packen an.

Urs WederVon Urs Weder · 13. Oktober 2026

Unterwalden lebt nicht nur von schönen Landschaften, bekannten Ausflugszielen und starken Gemeinden. Unterwalden lebt vor allem von Menschen, die etwas tun. Oft still. Oft freiwillig. Oft neben Familie, Beruf und Alltag. Genau ihnen widmet Unterwalden24 eine neue Serie: «Die Unterwaldner Macherinnen und Macher».

Menschen, die nicht lange reden, sondern handeln

In Obwalden und Nidwalden kennt man diesen Menschenschlag gut: bodenständig, verlässlich, direkt. Wenn etwas gemacht werden muss, wird nicht zuerst lange darüber diskutiert. Man fragt, wer mithelfen kann. Dann wird angepackt.

Das zeigt sich im Vereinsleben, bei Dorffesten, in der Feuerwehr, im Sportclub, in der Musikgesellschaft, im Trachtenverein, in der Beiz, auf der Alp, im Gewerbe oder in der Kultur. Vieles, was für die Bevölkerung selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis von unzähligen Stunden Arbeit.

Wer ein Fest besucht, sieht die Bühne, den Service, die Musik und die Stimmung. Weniger sichtbar sind die Menschen, die vorher Tische gestellt, Bewilligungen eingeholt, Helferlisten geschrieben, Plakate aufgehängt, Kuchen gebacken oder am frühen Morgen wieder aufgeräumt haben.

Ohne sie wäre es stiller in den Dörfern

Ein Dorf lebt nicht nur durch Gebäude und Strassen. Es lebt durch Begegnungen. Durch Orte, an denen man sich kennt. Durch Anlässe, bei denen Jung und Alt zusammenkommen. Durch Menschen, die dafür sorgen, dass Traditionen weitergehen und Neues entstehen kann.

Die Unterwaldner Macherinnen und Macher sind genau diese Menschen. Sie halten nicht nur etwas am Laufen, sie geben der Region ein Gesicht. Sie sorgen dafür, dass ein Jodlerabend nicht ausfällt, ein Juniorentraining stattfindet, eine Dorfbeiz offen bleibt, ein Marktstand aufgebaut wird oder ein alter Brauch nicht vergessen geht.

Manchmal sind es bekannte Namen. Oft aber sind es Menschen, die man zwar im Dorf kennt, deren Einsatz aber kaum je gross erzählt wird.

Zwischen Tradition und Zukunft

Unterwalden ist stark in seinen Traditionen. Alpabzüge, Älplerchilbi, Fasnacht, Schwingfeste, Musik, Handwerk und gelebtes Brauchtum gehören zur Region. Doch Tradition bleibt nur lebendig, wenn Menschen sie weitertragen.

Gleichzeitig verändert sich vieles. Vereine suchen Nachwuchs. Beizen kämpfen mit Kosten und Personalmangel. Kleine Betriebe müssen digitaler werden. Junge Menschen ziehen weg oder kommen zurück. Gemeinden wachsen, der Alltag wird schneller, das Ehrenamt anspruchsvoller.

Umso wichtiger sind jene, die Brücken bauen: zwischen Alt und Jung, zwischen Brauchtum und Gegenwart, zwischen Dorfleben und neuen Ideen. Nicht jede gute Geschichte beginnt mit einem grossen Projekt. Manchmal beginnt sie mit jemandem, der sagt: «Komm, wir probieren es.»

Die kleinen Geschichten sind oft die stärksten

Was treibt jemanden an, seit 30 Jahren im Verein mitzuhelfen? Warum übernimmt eine junge Frau einen Familienbetrieb? Was bedeutet es, eine Dorfbeiz zu führen, wenn sich die Gäste seit Jahrzehnten kennen? Wie fühlt es sich an, wenn man jedes Jahr ein Fest organisiert und am Schluss müde, aber glücklich auf den leeren Platz schaut?

Solche Fragen erzählen mehr über eine Region als jede Statistik. Sie zeigen, was Menschen verbindet. Sie zeigen, wo Unterwalden stark ist. Und sie zeigen auch, wo es schwierig wird.

Denn Macherinnen und Macher sind keine perfekten Heldinnen und Helden. Sie kennen Zweifel, Müdigkeit, Zeitdruck und Rückschläge. Gerade das macht ihre Geschichten spannend. Es geht nicht um Hochglanz. Es geht um echtes Leben.

Wer soll porträtiert werden?

In der neuen Serie sucht Unterwalden24 Menschen aus Obwalden und Nidwalden, die etwas bewegen. Das können Vereinspräsidentinnen, Wirte, Handwerkerinnen, Landwirte, Kulturschaffende, Trainer, Musikerinnen, Unternehmer, Freiwillige oder stille Helfer im Hintergrund sein.

Wichtig ist nicht, wie berühmt jemand ist. Wichtig ist, dass hinter der Person eine Geschichte steckt.

Eine Geschichte über Einsatz. Über Herzblut. Über Heimat. Über Verantwortung. Über Mut. Oder einfach über die Freude daran, etwas für andere zu tun.

Unterwalden hat viele Gesichter

Diese Serie soll zeigen, wie vielfältig unsere Region ist. Unterwalden ist nicht nur Berg und See, nicht nur Tourismus und Tradition, nicht nur Politik und Wirtschaft. Unterwalden ist die Summe der Menschen, die hier leben und wirken.

Jede Gemeinde hat solche Persönlichkeiten. In Stans und Sarnen genauso wie in Engelberg, Buochs, Kerns, Alpnach, Hergiswil, Sachseln, Beckenried, Giswil, Wolfenschiessen, Lungern, Ennetbürgen oder Emmetten.

Man muss nur genauer hinschauen.

Ein Dank an alle, die anpacken

Mit «Die Unterwaldner Macherinnen und Macher» will Unterwalden24 diesen Menschen eine Bühne geben. Nicht laut, nicht übertrieben, sondern ehrlich und nahbar.

Denn eine Region wird nicht nur von grossen Entscheiden geprägt. Sie wird jeden Tag von Menschen gestaltet, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die nicht warten, bis andere etwas tun. Menschen, die mithelfen, wenn sie gebraucht werden.

Sie sind es, die Unterwalden lebendig machen.

Demnächst 1. Bericht: «Vom Olympiasieg zum Fahrdienst: Warum Dominique Gisin für das SRK Unterwalden unterwegs ist»"